Lambda-DL

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Lambda-DL

Dieser Sensor ersetzt den O2-DL.

Der Sauerstoffsensor Lambda-DL dient zur Überwachung der Sauerstoffkonzentration in Räumen oder zur Regelung der Rest-Sauerstoffmenge im Biomasse Heizkessel.
Der Sensor Lambda-DL besteht aus einer Platin-Zirkonium-Sonde und dem Messverstärker. Das Arbeitsprinzip entspricht dem einer Lambdasonde. Die Messzelle der Sonde benötigt eine Mindest-Betriebstemperatur von ca. 650°C und besitzt daher eine integrierte Heizung, die über den DL-Bus geschaltet wird. Die Sondenheizung ist sehr sparsam (nur 8 Watt) und benötigt etwa zwei Minuten bis zum Erreichen der Betriebstemperatur. Erst danach können gültige Messwerte erwartet werden.

Die O2- Sonde ist zur Messung der Sauerstoffkonzentration in allen nicht aggressiven Umgebungen und bis zu einer Umgebungstemperatur von 300 °C geeignet; so z.B. zur Bestimmung der Sauerstoffkonzentration in Räumen, zur Primär- / Sekundärluft- / Abgasventilatorregelung in Heizkesseln. Bei der Messung in Verbrennungsgasen ist auf geringsten Schwefelgehalt zu achten. Für die Ermittlung der Abgastemperatur bis max. 600°C besitzt der Messverstärker einen Anschluss für ein Thermoelement Typ „K“ (Sonderzubehör).

Die Messwerte werden über die Datenleitung (DL-Bus) an die Regelung übermittelt.

Messwerte

Der Sauerstoffsensor wird über den 230V-Netzanschluss und ein eingebautes Schaltnetzteil versorgt und gibt nach Aktivierung auf Anfrage der Regelung die Messwerte zurück. Die Anfrage setzt sich aus Adresse des Sensors und Index eines dort erfassten Messwertes zusammen. Genauere Details bezüglich Adressierung u.ä. des DL-Busses finden sie hier.

Index Messwert Quelle
1 Sauerstoffgehalt [0,1%] Lambda-Sonde
2 Temperatur [0,1°C] Thermoelement Type „K“
3 Strom Heizung [10mA = 1]
4 Temperatur [1°C] Thermoelement Type „K“
5 Status 0 = Sensor inaktiv
1 = Sensorheizung im Gange
2 = Sensor aktiv
4 = Sensor kalibriert
6 = DL-Timeout
7 = Sonden-Fehler

Hinweise zu Index 2 und 4 (Temperatur):
Der Messwert Index 2 wird mit einer Kommastelle ausgegeben, d.h. die Temperatur wird im Regler richtig angezeigt.

Der Messwert Index 4 ergibt einen um den Faktor 10 verkleinerten Wert.
Beispiel: 250°C werden als 25,0°C ausgegeben. Das entspricht der Ausgabe eines Thermoelements mit Messverstärker (Type THEL....). Damit kann der Wert in gleicher Weise als Eingangsvariable in Funktionen angewendet werden.

Spezielle Anzeigen am DL-Bus Index 1

Folgende Anzeigewerte können statt des O2-Gehalts angezeigt werden:

Anzeigewert Bedeutung
0 Sensor über den DL-Bus ausgeschaltet
9999 Kalibrieren nicht erfolgreich

Zusätzlich wird auf dem Index 1 während dem Kalibrieren dessen Fortschritt von 0 bis 100% angezeigt.

Kalibrierung

Eine manuelle Kalibrierung wird sowohl vor dem ersten Einsatz der Sonde, als auch nach jedem Kesselservice empfohlen.
Bei jeder Kalibrierung muss sich der Sensor in normaler Raumluft-Umgebung (20,7% O2) befinden. Ein Kalibrierungsvorgang kann bis zu 15 Minuten dauern.

Lambda-DL Kalibrieren.png

Während der gesamten Kalibrierdauer wird über den DL-Bus am Index 5 (Status) 4 ausgegeben. Zusätzlich wird auf dem Index 1 der Fortschritt der Kalibrierung von 0 bis 100% angezeigt. Die Kalibrierung wird abgebrochen, wenn die 230V-Netzspannung unterbrochen wird oder es zu einer Unterbrechung zwischen Sonde und Schaltung kommt.

Achtung: Beim Kalibrieren wird die Sondenheizung aktiviert, es treten also extreme Temperaturen an der Sonde auf!

Anzeigelampen

An der Vorderseite des Gehäuses befinden sich 2 LED-Lampen:

  • Sensor active leuchtet, sobald der Einschaltbefehl über den DL-Bus eingetroffen ist.
  • Power supply leuchtet, wenn die 230V-Stromversorgung vorhanden ist.

Reset

Mit Hilfe eines Jumpers, der auf die Stiftleiste gesteckt wird, wird der Sensor kalibriert und auf Werkseinstellung gebracht (Reset).
Der Jumper darf nur bei ausgeschalteter Netzspannung gesteckt werden. Es muss sichergestellt sein, dass sich der Sensor in normaler Raumluftumgebung befindet.
Beim Reset erfolgt die Kalibrierung in gleicher Weise wie bei der manuellen Kalibrierung.
Im Gegensatz zur manuellen Kalibrierung wird erreicht, dass die automatischen Kalibrierungen nach weiteren 200 bzw. 400 Betriebsstunden durchgeführt werden.
Wurde die Kalibrierung abgebrochen startet sie bei einem Neustart des Prozessors wieder von neuem, wenn die Jumperposition unverändert geblieben ist.
Während der gesamten Kalibrierdauer wird 3332 auf den ersten Index am DL-Bus ausgegeben.
Der Jumper muss auf folgende Stifte gesteckt werden:

Jumperstellung Reset

Ein falsch gesteckter Jumper kann die Elektronik beschädigen.

LEDs

An der Vorderseite des Gehäuses befinden sich 2 LED-Lampen:

  • Sensor active leuchtet, sobald der Einschaltbefehl über den DL-Bus eingetroffen ist.
  • Power supply leuchtet, wenn die 230V-Stromversorgung vorhanden ist.

Montage

Die Montage mittels Werkzeugen wie Drehmomentschlüssel oder Schlagschrauber ist nicht zulässig, da ein zu hohes Drehmoment sowohl Heizelement als auch Sonde bzw. das Gehäuse beschädigen können.
Es ist darauf zu achten, das Kabel beim Einbau nicht abzuknicken, zu starkem Zug auszusetzen oder es zu verdrehen.
Bei der Kontaktierung ist auf saubere Hände und ein trockenes Arbeitsumfeld zu achten.
Die Gehäusewanne durch die beiden Löcher mit dem beigepackten Befestigungsmaterial an der Wand festschrauben.
Das Elektronikgehäuse darf nur in trockenen Räumen montiert werden.
Nach dem Anstecken der Leitungen den Deckel wieder in die Gehäusewanne einsetzen.

Verwendung als Rauchgassensor

Ein Rohr mit passendem Innendurchmesser und ca. 2mm Wandstärke wird in das Rauchgasrohr eingeschweißt. In das Rohr wird der Sensor mittels dem Gewinde (M18x1,5) verschraubt.

Lambda-DL Rauchgassensor 1.png


Bei Verwendung als Rauchgassensor sollte der Sensor möglichst horizontal und gerade ins Rauchgasrohr hineinragend eingebaut werden.

Lambda-DL Rauchgassensor 2.png


Elektrischer Anschluss

O2-DL Elektrischer Anschluss.png

Anschlüsse auf der Platine:

  1. Netzanschluss 230V 50Hz
  2. Datenleitung (DL): Die Polarität muss beachtet werden. Der Pluspol wird in der UVR1611 an den Ausgang 14 (DL-Bus), der Minuspol an die Sensormasse (GND) angeschlossen. UVR16x2: Anschluss an die Klemmen „DL“ und „GND“.
  3. Als Datenleitung kann jedes Kabel mit einem Querschnitt von 0,75 mm² (z.B.: Zwillingslitze) bis max. 30 m Länge verwendet werden. Für längere Leitungen empfehlen wir die Verwendung eines geschirmten Kabels.
  4. Thermoelement (ThEl): Es dürfen nur Thermoelemente des Typs „K“ angeschlossen werden. Polarität beachten: Die grüne Ader muss an den Pluspol, die weiße Ader an den Minuspol angeschlossen werden.
  5. O2-Sensor: Der 6-polige Stecker des Sensors ist unverwechselbar.

Hinweis: Zum Schutz vor Blitzschäden muss die Anlage den Vorschriften entsprechend geerdet und mit Überspannungsableitern versehen sein.





Siehe auch