DL-Bus

Version vom 19. Juli 2018, 13:17 Uhr von Scr (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Der DL-Bus dient als Busleitung für diverse externe Sensoren und Module.<br> Der DL-Bus ist eine bidirektionale Datenleitung und nur mit Produkten der Fa. Tec…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Der DL-Bus dient als Busleitung für diverse externe Sensoren und Module.
Der DL-Bus ist eine bidirektionale Datenleitung und nur mit Produkten der Fa. Technische Alternative kompatibel. Das DL-Busnetz arbeitet unabhängig vom CAN-Busnetz.

Technische Gegebenheiten

Der DL-Bus besteht aus 2 Adern: DL und GND (Sensormasse). Die Spannungsversorgung für die DL-Bus-Sensoren wird über den DL-Bus selbst geliefert. Manche DL-Busgeräte können/müssen über eine 12V-Quelle spannungsversorgt werden, z.B. jene des CAN-Busses (dies ist in der Betriebsanleitung jenes Sensors explizit vermerkt).
Die Leitungsverlegung kann sternförmig oder aber auch seriell (von einem Gerät zu nächsten) aufgebaut werden.
Als Datenleitung kann jedes Kabel mit einem Querschnitt von 0,75 mm² bis max. 30 m Länge verwendet werden. Über 30 m wird die Verwendung geschirmter Kabel empfohlen, was die zulässige Länge der Leitung auf 100 m erhöht.
Lange eng nebeneinander verlegte Kabelkanäle für Netz- und Datenleitungen führen dazu, dass Störungen vom Netz in die Datenleitungen einstreuen. Es wird daher ein Mindestabstand von 20 cm zwischen zwei Kabelkanälen oder die Verwendung geschirmter Leitungen empfohlen.
Bei Erfassung von zwei Regelungen mit einem Datenlogger müssen separate geschirmte Kabel eingesetzt werden. Die Datenleitung darf nie mit einer CAN-Busleitung im selben Kabel geführt werden.

Buslast von DL-Sensoren

Die Versorgung und die Signalübergabe von DL-Bussensoren erfolgen gemeinsam über eine 2-polige Leitung. Durch den relativ hohen Strombedarf der Sensoren muss die „Buslast“ beachtet werden. Eine zusätzliche Unterstützung der Stromversorgung durch externe Quellen (wie beim CAN-Bus) ist nur bei manchen Geräten durch eine externe 12V-Versorgung möglich, dies muss aber in der Betriebsanleitung des DL-Gerätes explizit angeführt werden.
Beispiel: Der elektronische Sensor FTS4-50DL hat eine Buslast von 25%. Es können daher maximal vier FTS4-50DL an den DL-Bus angeschlossen werden.

Buslasten aller DL-Geräte

Gerät Bezeichnung Buslast
AI5-DL (/S /T) Eingangserweiterung 15%
AO4-DL Analog-Ausgangserweiterung 5%
GDS-DL Grundfos-Signalkonverter 5%
DDS-DL Differenzdrucksensor 38%
DL-BC Datenleitungsbuskoppler 14% / 19%
DL-BC2 DL-Buskoppler/Sensorerweiterung 13%
FTS-DL Volumenstromsensor 25% / 30%
HAD-DL Signalwandler für PAW Flowrotor 40%
IS-DL Stromsensor 19%
O2-DL Sauerstoffsensor 15%
PRS6-DL Elektronischer Drucksensor 13%
RAS+DL Raumsensor mit Fernanzeige 10% / 20%
RAS-PLUS Raumsensor mit Fernanzeige 10%
RCV-DL Funk-Empfänger 43%
RFS-DL Feuchtesensor 6%
SGF-DL Signalwandler für VFS/RPS 33%
THEL-DL Thermoelement mit Messverstärker 13%
VFD-DL Signalwandler für Grundfos Volumenstromsensor VFS2-40 52%
VFS-DL Elektronischer Volumenstromsensor 33%

DL-Bus Adresse und DL-Bus Index

Jeder DL-Sensor muss eine eigene DL-Busadresse haben. Die Einstellung der Adresse des DL-Sensors wird im Sensor-Datenblatt beschrieben. Meistens wird die Adresse über Dip-Schalter auf der Platine angepasst. Bei älteren Geräten werden Leiterbahnen auf der Platine durchtrennt.
Die meisten DL-Sensoren können verschiedene Messwerte erfassen (z.B. Volumenstrom und Temperaturen). Es muss für jeden Messwert ein eigener Index angegeben werden. Der zutreffende Index kann dem Datenblatt des DL-Sensors entnommen werden.