Solarregelung (Funktion)

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Anhand dieses Schemas wird die Funktion erklärt.

Die Funktion Solarregelung bietet eine Differenzregelung zwischen Kollektor- und Referenztemperatur (z.B. Speichertemperatur) zum Schalten einer Solarpumpe. Optional ist die Verwendung eines Begrenzungssensors möglich.
Einschaltbedingungen für die Solarpumpe A:

  1. Die Temperatur am Kollektor T.Koll. muss die Minimalschwelle T.Koll. Min überschreiten und darf die Maximalschwelle T.Koll. Max nicht überschreiten.
  2. Die einstellbare Differenz zwischen T.Koll. und der Referenztemperatur T.Ref. (= Speicheraustrittstemperatur) muss überschritten werden.
  3. T.Ref darf noch nicht seine Maximalbegrenzung T.Ref. Max erreicht haben.
  4. Zusätzlich kann eine optionale Maximalbegrenzung T.Beg. Max für T.Beg. definiert werden.




Eingangsvariablen

Freigabe Generelle Freigabe der Funktion (digitaler Wert EIN/AUS)
Kollektortemperatur Analoges Eingangssignal der Kollektortemperatur T.Koll.
Referenztemperatur Analoges Eingangssignal der Referenztemperatur T.Ref.
Begrenzungstemperatur Optional: Analoges Eingangssignal der Begrenzungstemperatur T.Beg.
Mindesttemp. Kollektor Analoger Wert für die Mindesttemperatur am Kollektor T.Koll. Min
Maximaltemp. Referenz Analoger Wert für die Maximal-Referenztemperatur T.Ref. Max
Maximaltemp. Begrenzung Analoger Wert für die Maximal-Begrenzungstemperatur T.Beg. Max
  • Bei Speichern mit Glattrohrwärmetauschern ist es sinnvoll, den Referenztemperatursensor mittels T- Stück und Tauchhülse in den Wärmetauscheraustritt einzuschrauben (siehe Montageanleitung / Sensormontage).
  • Bei überdimensionierten Kollektorflächen steigt die Rücklauftemperatur zu schnell an, was durch die Begrenzung an T.Ref. zu einer verfrühten Abschaltung führt. T.Ref. kühlt aber im stehenden Medium des kalten Speicherbereiches wieder rasch aus. Die Pumpe läuft daraufhin wieder, usw. Um dieses “Takten” oder eine Speicherüberhitzung bei guten Schichtspeichern zu vermeiden, wurde eine zusätzliche optionale Maximalbegrenzung auf T.Beg. ermöglicht.

Parameter

Kollektortemperatur

T.Koll. Max Pumpenblockade bei Erreichen von T.Koll. Max am Kollektorsensor
Diff. Ein Einschaltdifferenz zu T.Koll. Max
Diff. Aus

Ausschaltdifferenz zu T.Koll. Max

T.Koll. Min Anzeige der Mindesttemperatur am Kollektorsensor
Diff. Ein Einschaltdifferenz zu T.Koll. Min
Diff. Aus Ausschaltdifferenz zu T.Koll. Min

Referenztemperatur

Diff. Ein Einschaltdifferenz zu T.Ref. Max
Diff. Aus Ausschaltdifferenz zu T.Ref. Max

Differenz Koll. - Ref.

Diff. Ein Einschaltdifferenz Kollektor - Referenz
Diff. Aus Ausschaltdifferenz Kollektor - Referenz

Begrenzungstemeratur
Anzeige nur, wenn ein Eingangssignal für die Begrenzungstemperatur T.Beg. definiert wird.

Optional: Ausschaltschwelle am Begrenzungssensor T.Beg.
Diff. Ein Einschaltdifferenz zu T.Beg. Max
Diff. Aus Ausschaltdifferenz zu T.Beg. Max

Stabilisierungszeit
Anzeige nur bei Eingabe einer Stabilisierungszeit
Optional: Mindestlaufzeit innerhalb des Zeitfensters (z.B. für Drain-Back-Anlagen)

Zeitfenster

Beginn
Ende
Festlegung des Zeitfensters, in dem die Stabilisierungszeit aktiviert wird.
  • Da im Anlagenstillstand ab einer bestimmten Kollektortemperatur (z.B. 130°C) Dampf vermutet wird und dadurch meistens keine Umwälzung des Wärmeträgers mehr möglich ist, hat T.Koll. eine einstellbare Maximalbegrenzung (T.Koll. Max).
  • Die Pumpe wird ausgeschaltet, wenn entweder der Sensor T.Ref. die Schwelle T.Ref. Max + Diff. Aus oder der Sensor T.Beg (falls montiert) die Schwelle T.Beg. Max + Diff. Aus überschritten hat.
  • Bei Verwendung des Begrenzungssensors T.Beg empfiehlt es sich, die Maximalschwelle “T.Ref. Max” des Referenzfühlers so hoch zu stellen, dass sie im Betrieb keine Wirkung hat.
  • In der Stabilisierungszeit läuft die Solarpumpe nach dem Start ungeachtet der Temperaturdifferenz zwischen Kollektor- und Speichersensor und der Minimalschwelle am Kollektor T.Koll. Min. Die Schwellen T.Ref. Max und T.Beg. Max bleiben weiter aktiv. Erreicht die Solaranlage nach Ende der Stabilisierungszeit nicht die Einschaltbedingungen, wird die Pumpe abgeschaltet.
  • Bei Aktivierung der Drainbackfunktion wird die Stabilisierungszeit nach Ende des Füllvorgangs erneut gestartet.

Ausgangsvariablen

Solarkreis Status Solarkreis EIN/AUS, Auswahl des Ausgangs
Maximal Begrenzung Status Maximalbegrenzung EIN/AUS (EIN = Speicherbegrenzung am T.Ref. oder T.Beg. erreicht)
T.Koll. < T.Koll. Max Status AUS, wenn die Maximalbegrenzung am Kollektor aktiv ist.
T.Koll. > T.Koll. Min Status EIN, wenn die Kollektortemperatur höher als die Minimalschwelle ist.
T.Ref. < T.Ref. Max Status EIN, wenn die Referenztemperatur niedriger als die Maximalschwelle T.Ref. Max ist.
T.Beg. < T.Beg. Max Status EIN, wenn die Temperatur am Begrenzungssensor niedriger als T.Beg. Max ist.
T.Koll. > T.Ref. Status EIN, wenn die Kollektortemperatur um Diff. Ein bzw. Diff. Aus höher als die Referenztemperatur ist.
Vorrang Status AUS, wenn durch die Solarvorrangfunktion die Solarfunktion deaktiviert wird.
Zeitfenster Status EIN, wenn das Zeitfenster für die Stabilisierungszeit zutrifft
Stabilisierungszeitz. Zeitzähler für die ablaufende Stabilisierungszeit
Blockade (Drainbackf.) Status AUS, wenn die Blockade während der Blockierzeit der Drainbackfunktion ein Einschalten der Solarfunktion verhindert.
  • Die Ausgangsvariable “Maximal Begrenzung” erhält den Status “EIN” wenn die Maximalschwelle des Referenzsensors T.Ref. Max oder des Begrenzungssensors (falls angeschlossen) T.Beg. Max erreicht wird.
  • Ist keine Solarvorrangfunktion programmiert, steht die Ausgangsvariable „Vorrang“ immer auf Status EIN.
  • Ist keine Stabilisierungszeit definiert, steht die Ausgangsvariable „Zeitfenster“ immer auf Status EIN.
  • Ist keine Drainbackfunktion programmiert, so steht der Status „Blockade (Drainbackf.)“ immer auf EIN.

Siehe auch